RWE plant keine Übernahme der Vattenfall-Braunkohlesparte

Essen/Cottbus (dpa) - Deutschlands größter Braunkohleförderer RWE will die Braunkohleanlagen des Konkurrenten Vattenfall in der Lausitz nicht übernehmen. Es gebe keine diesbezüglichen Pläne, sagte eine RWE-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Der Essener Konzern hatte derartige Gedankenspiele schon mehrfach deutlich dementiert. Vergangene Woche hatte Vattenfall angekündigt, eine neue Eigentümerstruktur seiner Braunkohlesparte in der Lausitz zu prüfen. Im zweitgrößten Braunkohlerevier Deutschlands in Ostdeutschland arbeiten etwa 8000 Menschen. Schwedens neue rot-grüne Regierung will mit ihrem Staatskonzern Vattenfall stärker auf erneuerbare Energien setzen und sieht die Zukunft offensichtlich nicht in der Braunkohle.

RWE ist mit weit über 30 Milliarden Euro hoch verschuldet und kaum in der Lage zu einer großen Übernahme. Investitionen hat das Unternehmen stark zurückgefahren. Die noch vorhandenen Mittel sollen fast ausschließlich in erneuerbare Energien fließen, hatte das Unternehmen mehrfach mitgeteilt.

Als ein Interessent für die Vattenfall-Braunkohlesparte gilt der tschechische Energiekonzern EPH. EPH besitzt bereits die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft Mibrag in Sachsen-Anhalt.

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