RWE will über finanzielle Folgen von Tauziehen mit Gazprom berichten

Essen (dpa) - Nach dem Tauziehen mit der russischen Gazprom um eine Anpassung langfristiger Gaslieferverträge will der Energieriese RWE in dieser Woche über die finanziellen Auswirkungen informieren. Das kündigte ein RWE-Sprecher am Sonntag auf Anfrage an. Das Nachrichtenmagazin «Spiegel» berichtet mit Hinweis auf eine Einschätzung russischer Manager, Gazprom müsse mehr als eine Milliarde Euro an RWE zahlen. Diese Zahl wollte der RWE-Sprecher nicht kommentieren.

Das Essener Unternehmen prüfe derzeit in Ruhe den Spruch eines Schiedsgerichtes, sagte der Sprecher. Demnach muss Gazprom für den Zeitraum seit Mai 2010 Zahlungen an RWE zurückerstatten. Die Essener hatten am Donnerstag mitgeteilt, das Schiedsgericht habe einem RWE-Antrag auf Anpassung von Preiskonditionen weitgehend stattgegeben. Über die Höhe der nun anstehenden Rückflüsse wurden dabei noch keine Angaben gemacht.

Mitteilung vom Donnerstag

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