Razzia in zwei Bandidos-Clubhäusern im Ruhrgebiet

Bochum/Herne (dpa/lnw) - Polizei-Spezialkräfte haben am Freitagabend im Ruhrgebiet zwei Clubhäuser der Rockergruppe Bandidos durchsucht. Im Herner Clubheim fanden die Beamten eine Schreckschusspistole, ein Springmesser und eine Spraydose mit Reizgas. Im Billardtisch im Bochumer Clubheim war eine geringe Menge Kokain versteckt. In der Herner Privatwohnung des Bochumer Clubpräsidenten stellten die Beamten zudem eine Pistole, mehrere Messer, einen Totschläger und diverse elektronische Speichermedien sicher.

Hintergrund der Razzia ist eine Massenschlägerei zwischen den verfeindeten Gruppen der Hells Angels und den Bandidos am 21. Januar in Mönchengladbach, bei der mehrere Menschen verletzt wurden, zwei von ihnen lebensgefährlich. Ermittelt werde wegen zwei versuchten Tötungen, sagte ein Sprecher der Polizei Mönchengladbach. Bei den beiden Razzien in Bochum und Herne sei es darum gegangen, «Teilnehmer der Auseinandersetzung zu identifizieren und Beweismaterial aufzufinden». Veranlasst wurden die Durchsuchungen von der Mönchengladbacher Mordkommission «Kutte».

Bei der Schlägerei in Mönchengladbach war eine größere Gruppe Bandidos vor einer Diskothek auf eine etwa gleichstarke Gruppe der Hells Angels getroffen. Als die Polizei eintraf, hatten sich die Gruppen bereits in der Altstadt zerstreut.

Mitteilung Polizei

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