Religions-Mix-Unterricht an 184 Schulen in NRW
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Religions-Mix-Unterricht an 184 Schulen in NRW. Foto: Friso Gentsch
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Herford (dpa/lnw) - Kein getrennter Unterricht für katholische und evangelische Religion, sondern Reli-Stunden für Schüler beider Konfessionen zusammen: 184 Schulen in Nordrhein-Westfalen haben den seit diesem Schuljahr ermöglichten gemeinsamen Religionsunterricht inzwischen eingeführt. Das sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Donnerstag in Herford beim Besuch einer Gesamtschule, die den Schritt ebenfalls gemacht hatte. Im «konfessionell-kooperativen» Religionsunterricht gibt es sowohl evangelische als auch katholische Inhalte. Hintergrund der neuen Lerngruppen ist nach Angaben des Ministeriums die sinkende Zahl christlicher Schüler.

Gebauer zufolge werden beide konfessionelle Sichtweisen vermittelt - das sei ein guter Ansatz gerade in Zeiten, in denen die Zahl der katholischen und evangelischen Schüler abnehme. Den konfessionell-kooperativen Unterricht (kkR) können alle Schulformen nach einem Antrag bei den Bezirksregierungen erteilen - außer den Berufskollegs, die 2020/21 folgen sollen. Unter den 184 Schulen mit kkR sind viele Grundschulen (99), auch 46 Gesamt- und Sekundarschulen und 23 Gymnasien.

Die Initiative kommt von den Kirchen. Die Evangelischen Kirchen im Rheinland, von Westfalen sowie die Lippische Landeskirche und die Bistümer Aachen, Münster und Essen sowie das Erzbistum Paderborn hatten dazu Vereinbarungen unterzeichnet.

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