Rentnerin getötet: Raubmörder droht Sicherungsverwahrung
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Eine Statue der Justitia unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
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Wuppertal (dpa) - Nach dem mutmaßlichen Raubmord an einer Solinger Seniorin droht einem 47-Jährigen unbefristete Sicherungsverwahrung. Außerdem könnte der Angeklagte in einer geschlossenen Entziehungsanstalt untergebracht werden, sagte der Vorsitzende Richter des Wuppertaler Landgerichts am Montag beim Prozessauftakt.

Der Angeklagte ist seit vielen Jahren drogenabhängig und war zeitweise wohnungslos. Der Deutsche soll die 76-Jährige im Februar 2020 erschlagen haben, als sie ihn beim Eindringen in ihr Haus überraschte. Zur Tat werde er vorerst schweigen, sagte sein Verteidiger.

Die Leiche der allein lebenden Frau war in ihrer durchwühlten Wohnung entdeckt worden. Mit einem kantigen Gegenstand soll der Angeklagte mindestens elf Mal auf den Kopf der Solingerin eingeschlagen haben, die eine Hirnblutung erlitt und starb. Der 47-Jährige ist wegen Eigentums- und Drogendelikten vorbestraft, saß mehrmals hinter Gittern.

Die Anklage geht davon aus, dass er mit der Beute aus der Tat - mehreren Schmuckstücken - seine Drogensucht finanzieren wollte. Das Opfer wohnte in einer idyllischen Hofschaft in Solingen, wo die Tat für Entsetzen gesorgt hatte. Das Wuppertaler Landgericht hat für den Fall sechs weitere Verhandlungstage angesetzt.

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