Rheinufer: Archäologen stoßen auf Reste aus der Spätantike

Köln (dpa/lnw) - Zum wiederholten Mal sind am rechten Rheinufer in Köln archäologische Funde gemacht worden. In der Nähe der Baustelle für den neuen Rheinboulevard haben Archäologen des Römisch-Germanischen-Museums Skelette und Reste historischer Bauten ausgegraben, sagte Museumsleiter Marcus Trier am Dienstag.

Seit dem Beginn der Bauarbeiten am Rhein sind Historiker auf der Suche nach sogenannten Bodendenkmälern. Bei allen Bauvorhaben im Stadtbezirk Köln wird das Museum stets als Fachamt für Archäologische Bodendenkmalpflege hinzugezogen. Im dritten Bauabschnitt des Rheinboulevards wurden die Archäologen nun fündig.

Aus Textdokumenten sei bereits bekannt gewesen, dass an der Stelle im 4. Jahrhundert eine Festung und im 8. Jahrhundert eine Kirche gestanden haben, erläuterte Trier. Neben Resten der Festung und des Kirchturms sei auch ein Friedhof mit rund 350 Gräbern entdeckt worden, der wohl zu der Kirche gehörte.

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