Rocker nach Großeinsatz der Polizei wieder auf freiem Fuß

Mülheim/Essen (dpa/lnw) - Nach ihrem Großeinsatz gegen verfeindete Rockergruppen in Mülheim an der Ruhr sind die Ermittler zufrieden mit dem Ergebnis. «Mögliche Gewalttätigkeiten sind im Keim erstickt worden», sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften hatte am Dienstagabend ein Aufeinandertreffen der verfeindeten Rockergruppen Hells Angels und Bandidos verhindert. 17 Personen wurden vorläufig in Gewahrsam genommen, am Morgen aber wieder auf freien Fuß gesetzt. In der Nacht gab es nach Polizeiangaben keine weiteren Zwischenfälle.

Der Einsatzleiter der Polizei, Rainer Pannenbäcker, sprach von einem deutlichen Zeichen im Kampf gegen die Rockerkriminalität und kündigte an: «Wir werden weiterhin die Rockerszene intensiv beobachten und nutzen alle Möglichkeiten im Kampf gegen kriminelle Rockergruppen.» Derzeit versuchen die Hells Angels in Mülheim, auf dem Gebiet der verfeindeten Bandidos Fuß zu fassen.

Mit der Aktion reagierten die Ermittler auf Informationen, nach denen «gezielte Machtdemonstrationen bis hin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen» möglich waren. Entsprechend massiv trat die Polizei auf. Mehr als 1000 Beamte waren in der ganzen Innenstadt im Einsatz. Die Polizei kontrollierte zahlreiche Autos auf mehreren Zufahrtsstraßen. Hunde und ein Hubschrauber waren zeitweise im Einsatz. Auch Spezialkräfte standen bereit.

Wie die Polizei bekanntgab, waren bei dem Einsatz auch zwei Autos sichergestellt worden. In einem Kofferraum fanden die Beamten 40 Axtstiele von über einem Meter Länge. «So etwas kann man durchaus als Schlagwaffe einsetzen», sagte ein Polizeisprecher.

Polizeimitteilung vom 22.5

1. Polizeimitteilung vom 21.5

2. Polizeimitteilung vom 21.5

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