Rohstoff-Verband: Weltweite Krisen schwächen den Altkleidermarkt

Bonn (dpa/lnw) - Krisen in der Welt haben dem Altkleidermarkt in Deutschland 2014 schwer zu schaffen gemacht. Konflikte in der Ukraine, im Nahen und Mittleren Osten und der Ausbruch von Ebola in Afrika hätten das Preisniveau für Alttextilien in 2014 um rund 20 Prozent gesenkt, sagte Ilona Schäfer vom Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung in Bonn der Deutschen Presse-Agentur. Unruhen machten zudem den Transport in die Zielländer unsicher. Der Verband sieht die Marktentwicklung für 2015 weiterhin düster.

Jährlich sortieren die Deutschen rund 750 000 Tonnen Textilien aus ihren Kleiderschränken aus. Ein Großteil geht auf den Second-Hand-Markt vorwiegend nach Osteuropa und Afrika. Der Umsatz der Branche liegt bei rund 300 Millionen Euro, schätzt der Dachverband Fairwertung, ein Zusammenschluss gemeinnütziger Kleidersammler.

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