Rüstungssparte bremst Rheinmetall

Düsseldorf (dpa) - Schwierigkeiten bei Rüstungsexporten, geringere Verteidigungsetats und Kostenprobleme bei Militärprojekten bremsen Rheinmetall. Die Rüstungssparte des Düsseldorfer Konzerns erzielte in den ersten neun Monaten 2014 zwar ein Umsatzplus von 10 Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro. Der operative Verlust vor Sondereffekten stieg in der Rüstungssparte aber deutlich um 32 auf 84 Millionen Euro, wie Rheinmetall am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Dabei spielte auch der Widerruf der Exportgenehmigung für ein an Russland zu lieferndes Gefechtsübungszentrum eine Rolle.

Rheinmetall hatte bereits zu Wochenbeginn mitgeteilt, dass für die Rüstungssparte im Gesamtjahr vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten ein Verlust von 10 Millionen Euro erwartet wird. Bis dahin war mit einem operativen Gewinn der Rüstungssparte von bis zu 75 Millionen Euro gerechnet worden. Da es in der Autosparte des Konzern hingegen besser als erwartet läuft, mussten die Düsseldorfer ihr konzernweites Gewinnziel von bis zu 220 auf 150 Millionen Euro kappen.

Der Konzernumsatz stieg in den ersten neun Monaten 2014 getrieben von beiden Sparten um 9 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Unter dem Strich stand ein deutlich geringerer Konzernverlust von 20 Millionen Euro gegenüber 47 Millionen Euro Minus im Vorjahreszeitraum. Damals hatten Kosten eines Sparprogramm das Neunmonatsergebnis stark gedrückt.

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