Rufmord-Vorwurf: Lebensgefährte entlastet Herzchirurgin

Münster (dpa/lnw) - Im Prozess um einen mutmaßlichen Rufmord- Skandal am Uniklinikum Münster hat der mitangeklagte Lebensgefährte die beschuldigte Herzchirurgin (51) entlastet. Der 56-Jährige gab am Mittwoch vor dem Landgericht Münster an, Verfasser der anonymen Schreiben und Strafanzeigen zu sein. Darin war dem Uniklinikum unter anderem vorgeworfen worden, selbst verschuldete Todesfälle unter den Teppich zu kehren. «Mir ging es darum, weitere Todesfälle zu verhindern», erklärte der Mann. Er widersprach dem Verdacht, dass die Herzchirurgin selbst an der Erstellung der Schreiben beteiligt gewesen sein könnte: «Sie hätte das nie mitgetragen. Um sie zu schützen, ging ich anonym vor.» Die 51-jährige Medizinerin hat sich selbst bisher nicht zu den Vorwürfen eingelassen.

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