Ruhr-SPD-Chef: Landesregierung lässt das Ruhrgebiet im Stich

Gelsenkirchen (dpa/lnw) - Der Chef der SPD im Ruhrgebiet, Frank Baranowski, fühlt sich von seinen Parteikollegen in der Landes- und Bundespolitik im Stich gelassen. «In Berlin und in Düsseldorf läuft es gerade nicht gut für das Ruhrgebiet. Das Revier hat dort keine Lobby, heute weniger noch als früher», sagte der Gelsenkirchener Oberbürgermeister der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (Montag). Die rot-grüne Landesregierung müsse in Berlin mehr für das Ruhrgebiet einfordern. «Da fehlt die klare Kante», sagte Baranowski.

Viele Städte im Ruhrgebiet kämpfen mit hohen Schulden, maroden Straßen und dringend renovierungsbedürftigen Schulen. Am Wochenende hatte bereits der Initiativkreis Ruhr - ein Zusammenschluss von fast 70 großen Unternehmen der Region - einen Soli-Beitrag für das Ruhrgebiet gefordert. Vor allem in den neuen Bundesländern waren vergleichbare Vorschläge zuletzt immer auf Kritik gestoßen.

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