Ruhrbischof auf Zechenhalde: Mehr gegen Arbeitslosigkeit tun

Bottrop (dpa/lnw) - Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hat bei der traditionellen Karfreitagspredigt auf einer Bottroper Zechenhalde Politik und Wirtschaft aufgerufen, mehr gegen Jugendarbeitslosigkeit zu tun. «In vielen Städten unserer Region ist dies ein bleibendes Problem mit verheerenden sozialen Folgen», sagte der Bischof auf dem Gipfel der Halde. Mehr als 1000 Gläubige waren bei kühlem und windigem Wetter zu dem gemeinsamen Kreuzweg und der Andacht gekommen.

Durch die Lasten der Arbeitslosigkeit werde jungen Menschen die Chance für eine würdevolle Gestaltung ihres Lebensweges fast von Anfang an genommen. «Nicht wenige Formen von Arbeitslosigkeit führen in eine Altersarmut, die immer wieder mit Händen zu greifen ist», sagte der Bischof. Dies gelte ebenso für ältere Menschen und solche, die im Arbeitsleben so wenig verdient haben, dass die Rente nicht ausreiche.

Seit 20 Jahren pilgern Gläubige im Bistum Essen am Karfreitag über den Kreuzweg, der auf den Gipfel der Halde Prosper-Haniel führt. Der Bischof begleitet sie bei ihren Gebeten und hält eine Predigt vor dem Gipfelkreuz, das Auszubildende des Bergwerks zum Besuch von Papst Johannes Paul II. 1987 gebaut hatten. Noch bis 2018 wird in Bottrop Steinkohle gefördert. Dann schließt mit der Zeche Prosper-Haniel das letzte Steinkohle-Bergwerk im Ruhrgebiet.

Einladung Bistum Essen

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