Ruhrtriennale: Experiment-Programm sorgt für mehr Publikum denn je

Bochum (dpa/lnw) - Mit einen experimentierfreudigen Programm hat die Ruhrtriennale in den vergangenen drei Jahren mehr Menschen erreicht als je zuvor seit Festivalgründung 2002. Allein für 2014, die dritte und damit letzte Saison unter Festivalintendant Heiner Goebbels, die am Wochenende zu Ende geht, wurden rund 53 000 Tickets verkauft. Das entspricht einer Auslastung von rund 90 Prozent, wie Geschäftsführer Lukas Crepaz am Mittwoch in Bochum bilanzierte. Es sei dabei gelungen, das Publikum deutlich zu verjüngen: 2013 lag der Schnitt etwa bei 47 Jahren, in den vergangenen Triennalen dagegen bei rund 53 Jahren. Besucherstärkste Produktion war «de Materie», eine fast vergessene Oper von Louis Andriessen.

In den vergangenen drei Jahren hat Goebbels mit der Auswahl von zeitgenössischen Produktionen und eigenen Regiearbeiten die Ruhrtriennale zum Experimentierfeld für die Avantgarde gemacht. Entstanden sind so Arbeiten, die die Grenzen zwischen Performance, Musik, Theater und bildender Kunst verschwimmen lassen. Nach Goebbels übernimmt der niederländische Theatermacher Johan Simons die künstlerische Leitung der Triennale.

Ruhrtriennale 2014 Programm

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