Ruhrtriennale mit «Delusion of the Fury» eröffnet

Bochum (dpa/lnw) - Mit dem Musiktheater eines Außenseiters ist in der Bochumer Jahrhunderthalle die Ruhrtriennale eröffnet worden. Auf dem Programm stand am Freitagabend das Stück «Delusion of the Fury» des unangepassten amerikanischen Komponisten Harry Partch.

Partch, der von 1901 bis 1974 lebte, gilt als Sonderling: Er erfand nicht nur sein eigenes Tonsystem, sondern auch das geeignete Instrumentarium dafür. Das Werk Partchs ist nur wenigen Spezialisten bekannt, seine letzte große Musiktheaterarbeit «Delusion of the Fury» erlebte daher in Bochum nun ihre europäische Erstaufführung, mit eigens dafür nachgebauten Instrumenten.

Regie führt Ruhrtriennale-Intendant Heiner Goebbels. Das Fest der Künste steht im zweiten Jahr unter seiner künstlerischen Leitung. Goebbels setzt wieder stark auf Experimente. Bei dem jährlich stattfindenden Festival wechselt der Intendant im Dreijahresrhythmus - daher der Name Ruhrtriennale.

Mehr als 40 Produktionen in den Genres Musik, Theater, Tanz, Bildende Kunst und ihren Randbereichen zeigt das Festival in diesem Jahr. Es bietet auch große Namen wie den Choreographen William Forsythe, die britische Band Massive Attack und den Bühnenmagier Robert Wilson. Veranstaltungsorte sind traditionell ehemalige Industrieanlagen in Bochum, Bottrop, Duisburg, Dortmund, Essen und Gladbeck.

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