Runder Tisch legt Bericht vor: Bessere Bedingungen für Prostituierte

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der «Runde Tisch Prostitution» legt nach vier Jahren Arbeit seinen Abschlussbericht zu den Lebensbedingungen von Prostituierten in Nordrhein-Westfalen vor. Wie sich diese verbessern lassen, war Leitfrage für die Experten, die sich dazu gemeinsam mit Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) heute in Düsseldorf äußern wollen. In dem Gremium arbeiten Vertreter von Ministerien, Beratungsstellen, Kommunen, Landeskriminalamt, Aids-Hilfe und Prostituierten zusammen.

Zum Startschuss Ende 2010 hatte Steffens betont, der Runde Tisch solle die größten Probleme der geschätzten rund 37 600 Prostituierten in NRW aufzeigen. Genannt wurden damals fehlende Arbeitsverträge oder auch unzureichende Kranken- und Rentenversicherung. Bundesweit wird die Zahl der Prostituierten auf rund 400 000 geschätzt. In Berlin arbeitet die große Koalition derzeit an einer Reform des umstrittenen Prostitutionsgesetzes von 2002. Im Mittelpunkt der geplanten Neuregelung stehen der Schutz der Prostituierten vor Gewalt, Ausbeutung durch Zuhälter und Menschenhandel und der Erhalt ihrer Gesundheit.

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