Saharastaub und Wetterlage treiben Feinstaubbelastung in NRW hoch

Essen (dpa/lnw) - Zu hohe Feinstaubwerte in vielen nordrhein-westfälischen Städten bereiten den Umweltbehörden derzeit Kopfzerbrechen. «Die Zahlen sind für diese Jahreszeit bedenklich hoch», sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) am Dienstag. So wurde etwa in Gelsenkirchen der erlaubte Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft bereits an 26 Tagen überschritten. Auch in anderen deutschen Städten warnt das Umweltbundesamt vor zu häufigen hohen Werten. Spitzenreiter ist demnach Berlin mit 33 Überschreitungstagen.

Verantwortlich für die hohe Belastung an den NRW-Messstationen sind den Experten zufolge bestimmte Wetterphänomene: Lege sich im Winter eine warme Luftschicht über die kalte, verhindere das den Luftaustausch, so die Lanuv-Sprecherin. Das warme, windstille Wetter im März habe die Feinstaubwerte weiter steigen lassen. Außerdem: «Anfang April kamen feinste Partikel Saharastaub bei uns an.»

Betrachte man allerdings die Entwicklung der Belastungen seit Beginn der Messungen zu Anfang des Jahrtausends, zeige sich eine erfreulichere Entwicklung: «Langfristig gibt es einen abnehmenden Trend bei der Feinstaubbelastung - insbesondere in Umweltzonen.»

Überschreitungstage Feinstaub

Lanuv zu Feinstaub

Letzte Feinstaub-Warnung Lanuv

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