Samenspende-Prozess: Tochter will Namen des Vaters erfahren

Hamm (dpa/lnw) - Im Prozess um eine anonyme Samenspende will das Oberlandesgericht in Hamm an diesem Mittwoch eine Entscheidung verkünden. Klägerin ist eine junge Frau, die von einem Essener Mediziner die Herausgabe des Spendernamens verlangt (Az: 14 U7/12 OLG Hamm). Falls die Frau mit ihrer Klage Erfolg habe, könne sie die Bekanntgabe des Namens dann notfalls in einem Zwangsvollstreckungsverfahren erzwingen, sagte ein Sprecher des Oberlandesgerichts Hamm am Montag.

Dem betroffenen Mediziner drohten in diesem Fall möglicherweise ein Zwangsgeld oder Zwangshaft. Der Mediziner berufe sich jedoch darauf, dass die Daten zu dem Fall nicht mehr vorhanden seien, so der Sprecher. In einem früheren Urteil hatte das Bundesverfassungsgericht bereits grundsätzlich die Auskunftspflicht bei anonymen Samenspenden bejaht.

Initiative «Spenderkinder» zu dem Verfahren

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