Schalkes Riether genervt: «Spielvorbereitung total gestört»
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Sascha Riether, Lizenzspielerchef bei Schalke. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
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Gelsenkirchen (dpa) - Schalkes Teammanager Sascha Riether hat sich verärgert über Berichte über eine angeblich geforderte Ablösung von Cheftrainer Christian Gross gezeigt. «Mich nervt im Moment, dass unsere Spielvorbereitung total gestört wird», sagte der Lizenzspielerchef des Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga am Samstag vor dem Spiel beim VfB Stuttgart bei Sky. «Wir hatten den ganzen Morgen andere Dinge zu tun als uns auf das Spiel vorzubereiten. Da wird von Revolution gesprochen und Revolution war da überhaupt nicht.»

Ein Clubsprecher vom FC Schalke 04 hatte zuvor Medienberichte zurückgewiesen, wonach Schalker Führungsspieler nach dem mit 0:4 verlorenen Derby gegen Borussia Dortmund einen erneuten Trainerwechsel gefordert haben sollen. Sport1, die Funke-Mediengruppe und Sky hatten am Freitag berichtet, dass sich mehrere Spieler über die Arbeit von Gross beschwert und bei Sportchef Jochen Schneider dessen Ablösung gefordert haben sollen. Dies habe Schneider, der selbst spätestens am Saisonende gehen muss, aber abgelehnt.

Riether beantwortete die Frage, ob Spieler zu ihm gekommen seien und einen neuen Trainer gefordert hätten, inhaltlich nicht konkret. Es sei so, «dass grundsätzlich immer Spieler zu mir kommen, und ich komme auch zu den Spielern», sagte Riether. «Was jetzt in den Gesprächen genau passiert ist, werde ich hier mit Sicherheit nicht sagen.» Es sei «wichtig, dass wir Spieler im Kader haben, die versuchen anzupacken, das hat nix mit dem Trainer zu tun, sondern mit der Situation, denen ist Schalke 04 nicht egal. Es ist ganz normal, dass nach der Derbyniederlage, dass die Spieler enttäuscht sind, dass man sie aufbauen muss, dass sie Gesprächsbedarf haben», sagte er.

Gross arbeite sehr akribisch und bemühe sich wirklich sehr, «das Beste für den Verein zu tun», sagte Riether. Ob er einen weiteren Trainerwechsel ausschließe, könne er «nicht beurteilen». Dies würden die Leute entscheiden, «die hier im Verein ganz oben sind».

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