Schlag gegen Brautmoden-Bande: Kleider in Container gefunden
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Polizeiwagen mit Blaulicht. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild
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Düsseldorf (dpa) - Mehr als 300 Hochzeitskleider versteckt am Hafen: Mehrere Monate nach einem Einbruch in ein Düsseldorfer Brautmodengeschäft haben Ermittler vier Verdächtige festgenommen. Der Schlag gegen die Gruppe erfolgte mit Durchsuchungen in Wohnungen und in Lagern in der NRW-Landeshauptstadt, im Ruhrgebiet und in Hilden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten. Gegen die zwei Hauptverdächtigen - ein Ehepaar - wurden Haftbefehle vollstreckt. Ebenso wurden zwei weitere Verdächtige im Alter von 42 und 52 Jahren n einem Lager im Düsseldorfer Hafen festgenommen. Alle vier sind nun in Untersuchungshaft.

Hintergrund für den Einsatz war ein Einbruch in der Düsseldorfer Innenstadt im Juni 2020. Täter ließen damals Hunderte hochpreisige Brautkleider mitgehen. Daneben gab es mehrere Diebstähle bei einem namhaften Mode- und Kosmetikkonzern, ebenfalls in Düsseldorf. Den Schaden bezifferten die Ermittler auf fast eine Million Euro.

Bei den Durchsuchungen am Dienstag entdeckte die Polizei 311 Brautkleider in einem Container am Düsseldorfer Hafen - das teure Gut befand sich kreuz und quer verteilt in dem schnöden Unterschlupf. Ein Kleid allein kann nach Angaben eines Sprechers bis zu 4000 Euro Wert sein. Darüber hinaus wurden bei den großflächigen Durchsuchungen der «EK Beauty» und «EK Wedding» 40 Umzugskartons mit Kosmetika gefunden.

Der Gruppe, die sich offenbar aus Düsseldorf kennt, wird gewerbsmäßiger Diebstahl und gewerbsmäßige Bandenhehlerei vorgeworfen. Alle sind polizeibekannt.

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