Schrauben aus NRW für Unglücksreaktor in Tschernobyl

Bad Laasphe (dpa/lnw) - Schrauben aus Nordrhein-Westfalen sollen den havarierten Atomreaktor in Tschernobyl für 100 Jahre sichern helfen. Das mittelständische Unternehmen Ejot aus Bad Laasphe im Siegerland werde die Schrauben für die neue Reaktorschutzhülle beisteuern, teilte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag mit. Bei der geplanten neuen Schutzhülle handele es sich um die größte jemals gebaute bewegliche Struktur. Bisher sichert ein Beton-Sarkophag den Unglücksreaktor notdürftig. Die neue Hülle soll im Sommer 2015 fertig werden. Sie wird 29 000 Tonnen wiegen und eine Spannweite von 257 Metern und eine Höhe von 109 Metern haben. Bei der Reaktorkatastrophe vor 26 Jahren war der Rektorblock 4 in Tschernobyl explodiert.

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