Schuss auf spielende Kinder: Bewährungsstrafe für Rentner
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Ein Staatsanwalt steht vor einem Stapel Gerichtsakten. Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild
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Bochum (dpa/lnw) - Nach einem Luftgewehr-Schuss auf ein spielendes Kind ist ein Rentner aus Bochum am Freitag zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem muss er 500 Euro Schmerzensgeld zahlen. Der 67-jährige Sportschütze hatte sich darüber geärgert, dass Kinder bei ihm «Klingelmännchen» gemacht hatten. Daraufhin hatte er von seinem Balkon auf die Kinder geschossen. Ein sechsjähriger Junge war bei der Tat vom 29. Mai 2019 durch ein Diabolo-Geschoss am Oberschenkel getroffen worden und hatte sich eine leicht blutende Wunde zugezogen.

Im Prozess vor dem Bochumer Amtsgericht hatte sich der Angeklagte für seinen Wutausbruch entschuldigt. Er könne sich bis heute nicht erklären, wie es dazu gekommen sei. «Ihm sind die Sicherungen durchgebrannt», so Verteidiger Egbert Schenkel.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung hatte die Polizei damals zwei Luftgewehre und eine Schreckschusspistole beschlagnahmt. Ein anschließend verhängtes Waffenverbot hatte der 67-jährige Deutsche anstandslos akzeptiert. Richterin Monika Franz bezeichnete die Tat als hochgefährlich: «Das hätte im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen können.» Das Urteil lautet auf gefährliche Körperverletzung.

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