Schwesig will schärfere Regeln für Kinder-Posing prüfen

Bad Oeynhausen (dpa) - Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will schärfere Regeln für Kinderfotos prüfen, die aufreizend, aber nicht explizit pornografisch sind. «Diese Bilder verletzten die Rechte von Kindern», sagte Schwesig am Dienstag im ostwestfälischen Bad Oeynhausen. «Auch diese Bilder sind Missbrauch. Und deshalb müssen wir prüfen, wie wir diese Bilder verhindern können, insbesondere dann, wenn sie kommerziell vermarktet werden.» Es gebe aber bei solchen Bildern Abgrenzungsprobleme, räumte sie ein.

Hintergrund der Prüfung sind Berichte, wonach der SPD-Politiker Sebastian Edathy Bilder nackter Kinder gekauft haben soll. Bislang ist die rechtliche Lage schwierig, wenn keine Übergriffe zu sehen sind, sondern Jungen oder Mädchen nackt vor der Kamera posieren. Besitz oder Weitergabe solcher «Posing-Bilder» sind nur dann strafbar, wenn die unbedeckten Genitalien der Kinder «aufreizend zur Schau gestellt» sind.

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