Seit Brexit-Referendum fast 100 britische Firmenansiedlungen
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Ein Demonstrant trägt die Fahne von Großbritannien als Gesichtsbemalung bei einer Anti-Brexit Aktion. Foto: Thierry Roge/BELGA/dpa
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Seit dem Brexit-Referendum vor knapp drei Jahren haben sich nach Angaben der Landesregierung fast 100 britische Unternehmen in NRW angesiedelt. Dies bedeute rund 2000 neue Arbeitsplätze, teilte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Donnerstag mit. Und der Trend halte an. Das Land sei darum bemüht, britischen Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit verlagern wollen, die Attraktivität des Standortes NRW deutlich zu machen.

Der Brexit sei eine bedauernswerte Entscheidung. Er bedeute aber nicht nur Risiken, sondern auch Chancen für NRW. Insbesondere ein weicher Brexit könne sogar zu positiven Effekten für die Wirtschaft des bevölkerungsreichsten Bundeslandes führen, sagte Pinkwart unter Verweis auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Der Austritt Großbritanniens aus der EU könne etwa NRW-Unternehmen neue Zulieferverträge mit europäischen Unternehmen verschaffen, die bisher mit britischen Firmen zusammengearbeitet hätten, betonte Pinkwart. Außerdem könnten die Unternehmen in NRW davon profitieren, wenn Fachkräfte aus Großbritannien neue Stellen suchten.

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