Senioren geben nicht auf sich Acht: Eingreifen gefordert

Aachen/Dortmund (dpa/lnw) - Die Wohnung nicht mehr aufgeräumt, die Haare nicht gekämmt, nachlässig gekleidet - wenn Kinder, Freunde oder Nachbarn bei älteren Menschen eine Veränderung beobachten, sollten sie Unterstützung anbieten, fordert Patientenschützer Eugen Brysch in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Die Familie müsse spätestens dann eingreifen, wenn durch die mangelnde Achtsamkeit gesundheitliche Folgen sichtbar würden, etwa ärztlich unversorgte Druckstellen bei Diabetikern. Brysch regte eine Diskussion über die Einrichtung von Seniorenämtern an, die bei Bedarf älteren Menschen Unterstützung anbieten könnten.

In Aachen steht eine 53-jährige Frau wegen des Todes ihrer Mutter durch mangelnde Pflege vor Gericht. Das Urteil sollte heute gesprochen werden.

Deutsche Stiftung Patientenschutz

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