«Sichtweisen»: Neue Fotosammlung im Düsseldorfer Kunstpalast
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Generaldirektor Felix Krämer (l-r), Kuratorin Linda Conze und Oberbürgermeister Thomas Geisel geben eine Pressekonferenz. Foto: Fabian Strauch/dpa
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Das Museum Kunstpalast in Düsseldorf zeigt erstmals eine Auswahl einer neu angekauften Fotosammlung: Gezeigt werden rund 200 Werke von berühmten Fotografen wie Man Ray oder Bernd und Hilla Becher, aber auch weniger bekannte Arbeiten, die das Auge überraschen sollen. Die Arbeiten stammen teilweise aus den Anfängen der Fotografie und reichen bis in die Gegenwart. Die Schau mit dem Titel «Sichtweisen» stellt keine zeitliche Abfolge vor, sondern ordnet die Fotos nach Themen wie «Licht», «Neugier» oder «Alltag». Sie dauert vom 19. Februar bis zum 17. Mai.

Unter der Rubrik «Ordnung» werden beispielsweise Pflanzenbilder von Karl Blossfeldt oder ein Bild zweier herausgeputzter Bauernmädchen von August Sander (1928) gezeigt. Auch ein Motiv von Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump mit verschränkten Armen gehört zu der Reihe. Das Foto von einem Gipfeltreffen vor zwei Jahren ist zugleich das jüngste Bild der Sammlung. Zeitgenössische Künstler wie Candida Höfer oder Andreas Gursky sind aber auch vertreten.

Mit dem Ankauf der Bestandssammlung der Galerie Kicken mit über 3000 Fotos vor einem Jahr hatte der Kunstpalast einen Sammlungsschwerpunkt aufgemacht. Die für rund acht Millionen Euro erworbene Sammlung soll nach und nach präsentiert werden. «Die Ausstellung bietet einen ersten, bei Weitem nicht erschöpfenden Einblick in die neuen Bestände», sagte Museumschef Felix Krämer. Aus Sicht des städtischen Museums sei der Ankauf eine einmalige Möglichkeit gewesen, einen hochwertigen und großen Fotografie-Bestand zu erhalten.

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