Sikh-Gemeinde leidet weiter unter den Folgen von Attentat

Essen (dpa/lnw) - Gut neun Monate nach dem Bombenanschlag auf den Essener Sikh-Tempel leiden viele Gemeindemitglieder noch immer unter psychischen Nachwirkungen. Dies habe der Gemeindevorstand dem Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) und dem Sozialdezernenten Peter Renzel bei einem Treffen berichtet, schreibt Renzel auf seiner Facebook-Seite. «Ganz besonders trifft dies die Kinder und Eltern. Der Tempel, der für die Kinder und Familien immer ein Ort der Ruhe, des Friedens und der Meditation war, ist nun ein Ort, an dem ein Terroranschlag stattfand», berichtet Renzel über das Treffen am Montag. Angst sei immer noch gegenwärtig. Er will nun mit Experten des Jugendamtes die Gemeinde aufsuchen, um zu überlegen, wie Kinder und Familien unterstützt und beraten werden können.

Eine Bombe war am 16. April 2016 vor einer Eingangstür des Gebetshauses explodiert. Aus islamistischen Motiven sollen drei zur Tatzeit 16 Jahre alte Teenager das Attentat mit dem selbstgebauten Sprengkörper begangen haben. Sie stehen derzeit vor Gericht. Es gab zwei Verletzte.

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