Solarworld-Gläubiger beraten über Rettungslösungen

Bonn (dpa) - Das finanziell angeschlagene Photovoltaikunternehmen Solarworld steht vor entscheidenden Treffen mit seinen Geldgebern. Anleihegläubiger beraten am (heutigen) Mittwoch und Donnerstag hinter verschlossenen Türen in Bonn über Pläne zu einem drastischen Schuldenschnitt, der auch zu ihren Lasten ginge. Mit einer Schuldenverringerung soll Solarworld gerettet werden. Vorstandschef Frank Asbeck setzt zur Sanierung auf konstruktive Gespräche mit den Geldgebern.

Für den 11. Juli hat Solarworld die Aktionäre zu einer bereits angekündigten außerordentlichen Hauptversammlung eingeladen. Die Alt-Aktionäre sollen im Zuge der Sanierung einen Großteil ihrer Anteile abgeben, neue Haupteigentümer würden dann die bisherigen Gläubiger. Auch Asbecks Aktienanteil würde von derzeit 28 auf 1,4 Prozent sinken.

Rasche Ergebnisse aus den beiden Gläubigerversammlungen in dieser Woche wurden nicht erwartet. Ziel sei vorerst die Bestellung eines gemeinsamen Vertreters, hieß es von Solarworld. Termine für mögliche weitere Versammlungen gibt es noch nicht.

Das Unternehmen verfügt inzwischen über kein Eigenkapital mehr und erwirtschaftet Verluste. Wie anderen Firmen der Branche macht Solarworld die Konkurrenz aus China zu schaffen.

Solarworld zu Gläubigerversammlungen

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