Sommer 2020 ohne CSD-Paraden
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Teilnehmer einer CSD-Parade halten ein Plakat mit der Aufschrift "Pro Homo & Pro Secco" und eine Regenbogenfahne. Foto: Alexander Blum/dpa/Archivbild
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Berlin/Köln (dpa) - Infolge des Verbots von Großveranstaltungen bis 31. August wegen der Corona-Krise fallen 2020 auch zahlreiche Paraden des Christopher Street Day aus. Der Berliner CSD soll am 25. Juli aber in einer Onlinevariante stattfinden, wie dessen Team am Mittwochabend dem «Tagesspiegel» mitteilte. In Köln sagte ein Sprecher des Cologne Pride, dessen Parade am 5. Juli gewesen wäre, der Deutschen Presse-Agentur, man müsse sich noch besprechen, wie man genau verfahre, halte sich aber natürlich an gesetzliche Vorgaben.

In München hieß es auf der Website: «Wir werden den Münchner CSD am 11./12. Juli in Teilen virtuell durchführen. Eine Verschiebung ist nicht angedacht.» Auch die große Hamburg-Pride-Demo am 1. August kann nicht stattfinden. Zahlreichere kleinere Städte hatten ihre CSDs zuvor schon abgesagt.

Die CSD-Paraden mit Zehntausenden Teilnehmern erinnern jeden Sommer an Ereignisse in New York 1969. Damals wehrten sich in der Christopher Street in Manhattan Besucher der Bar «Stonewall Inn» gegen willkürliche Kontrollen und Schikanen.

Die darauffolgenden Krawalle gelten als wichtiger Meilenstein der LGBTIQ-Bewegung. LGBTIQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Intersexuelle und queere Menschen.

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