Sozialminister Schneider: Soziale Lage in NRW nicht beschönigen

Düsseldorf (dpa/lnw) - NRW-Sozialminister Guntram Schneider (SPD) will bei der Vorlage des Armuts- und Reichtumsberichts 2012 an diesem Freitag im Landtag nichts beschönigen. Das habe etwas mit Glaubwürdigkeit zu tun, sagte Schneider am Donnerstag der dpa in Düsseldorf. Laut Sozialbericht 2012 lebt jeder siebte Einwohner Nordrhein-Westfalens in Armut.

Schneider kritisierte, dass der entsprechende Bericht der Bundesregierung auf Vorschlag des Bundeswirtschaftsministeriums unter Philipp Rösler (FDP) entschärft worden sei. «Für mich ist das, was da aus dem Hause Rösler kommt, eine arglistige Täuschung der Öffentlichkeit.»

«Die Realität ist unangenehm», sagte Schneider. Aber wenn Politiker die Realität nicht mehr wahrhaben wollten, dann komme es zu Falschinformationen. Der Grund könne die Angst sein, nicht wiedergewählt zu werden

NRW-Sozialbericht 2012

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