Sparkurs in Energiesparte: Siemens streicht Stellen in Mülheim

München/Mülheim (dpa/lnw) - Der Siemens-Konzern streicht zur Sanierung der lahmenden Energiesparte auch in Mülheim/Ruhr Stellen. Dazu habe es bereits zu Wochenbeginn eine Mitarbeiterversammlung gegeben, bestätigte ein Münchener Firmensprecher am Dienstag. Details zum geplanten Personalabbau und zum Zeitplan wollte er nicht nennen. Zunächst sollten die Beschäftigten informiert werden. Am Mülheimer Energietechnik-Standort arbeiten rund 4800 Menschen. Nach Informationen der Funke-Mediengruppe sind dort knapp 300 Stellen betroffen.

Ein weiterer wichtiger Standort der Sparte ist Görlitz (Sachsen). Auch dort gab es bereits eine Mitarbeiterversammlung. Weitere Standorte sollen folgen. In Görlitz will Siemens nach Informationen der «Sächsischen Zeitung» (Dienstag) etwa 190 der rund 900 Stellen streichen. Insgesamt soll es um rund 1200 Arbeitsplätze gehen.

In der vergangenen Woche hatte Siemens bestätigt, dass in der Energiesparte Arbeitsplätze abgebaut werden sollen, die Zahl der betroffenen Stellen und Standorte aber offengelassen. Wegen des starken Börsenstrompreisverfalls rechnen sich vor allem Gaskraftwerke kaum noch. Die starke Investitionszurückhaltung in der Branche drückt massiv die Nachfrage bei den Herstellern von Gasturbinen.

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