«Spiegel»: Ermittlungen gegen Terror-Verdächtigen
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Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs. Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein wegen Terrorverdachts verhafteter ehemaliger Verwaltungsmitarbeiter der Polizei Hamm hatte laut «Spiegel» auch größere Mengen an Marihuana in seiner Wohnung gelagert. Nun werde auch wegen Drogenbesitzes gegen den Mann ermittelt, berichtete das Nachrichtenmagazin am Freitag vorab. Zudem gebe es ein Verfahren gegen den Mann, weil er seine Frau und deren erwachsene Tochter heimlich im Bad gefilmt haben soll.

Dem «Spiegel» zufolge fanden die Behörden bei einer Durchsuchung knapp 170 Gramm Marihuana und 17 Joints in der Wohnung des Mannes. Auf seinem Handy habe man die Videos aus dem Badezimmer entdeckt, die wohl eine in einem Radiowecker versteckte Kamera aufgezeichnet habe. Ermittelt werde gegen den Verdächtigen daher auch wegen des Verdachts der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen.

Der Generalbundesanwalt war Mitte Februar mit Razzien in sechs Bundesländern gegen die Gruppe mutmaßlicher Rechtsterroristen vorgegangen. Sie soll Anschläge auf Politiker, Asylbewerber und Muslime ins Auge gefasst haben, um Chaos auszulösen und so die Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik ins Wanken zu bringen.

Der Terrorzelle um Werner S. sollen neben dem damaligen Verwaltungsmitarbeiter der Polizei in Hamm weitere Verdächtige aus NRW angehört haben. Hamms Polizeipräsident hatte im Februar eingeräumt, dass seiner Behörde beim Umgang mit Hinweisen auf die Gesinnung des Verwaltungsmitarbeiters Fehler unterlaufen seien. So waren unter anderem 2018 Reichskriegsflaggen auf dem Privatbalkon des Mannes aufgefallen.

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