Stadt Köln sieht schmerzhafte Einbußen nach Bettensteuer-Urteil

Köln (dpa/lnw) - Die Stadt Köln will an der Bettensteuer festhalten, rechnet aber mit millionenschweren Einnahmeausfällen nach der gerichtlich verfügten Einschränkung. Für 2012 habe man mit sieben Millionen Euro Einnahmen durch die Bettensteuer kalkuliert, sagte eine Stadtsprecherin am Donnerstag. Rechne man geschätzte 50 bis 60 Prozent geschäftsreisende Hotelbesucher heraus, müsse Köln auf eine Millionensumme verzichten. Die Bettensteuer ist eine Kölner Erfindung. Das Leipziger Bundesverwaltungsgericht hatte am Mittwoch entschieden, dass Kommunen keine pauschale Bettensteuer erheben dürfen. Die Abgabe darf als Aufwandsteuer nur noch von Touristen verlangt werden, aber nicht von Geschäftsreisenden bei deren berufsbedingten Übernachtungen.

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