Städtetag begrüßt Ausnahmen für Kinder in Corona-Verordnung
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Pit Clausen (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld und Vorsitzender des Städtebundes Nordrhein-Westfalen. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild
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Köln (dpa/lnw) - Der Städtetag Nordrhein-Westfalens hat es begrüßt, dass die verschärften Kontaktbeschränkungen in der Corona-Schutzverordnung des Landes nicht für Kinder gelten. «Kontakte soweit wie möglich zu reduzieren, bleibt weiter von höchster Bedeutung. Aber es wäre lebensfremd, es Elternteilen zu untersagen, ihre Kinder zu begleiten, wenn sie sich mit einem Freund oder einer Freundin beispielsweise auf dem Spielplatz treffen wollen», sagte der Verbandsvorsitzende, Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD), der Deutschen Presse-Agentur.

Dies sei umso wichtiger, weil Kinder sich nicht mehr in der Kita oder der Schule treffen könnten. Kinder, insbesondere Einzelkinder, bräuchten den Kontakt zu Gleichaltrigen. «Wir begrüßen daher die Öffnung in der Corona-Schutzverordnung, wonach "zu betreuende Kinder" nicht der Beschränkung unterfallen. Darunter sind nach unserem Verständnis alle Kids im Alter unter 14 Jahren aber auch Ältere mit besonderem Betreuungsbedarf zu fassen», erläuterte der Verbandsvorsitzende.

Hotspot-Kommunen mit einer mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen solle offenbar durch die Corona-Schutzverordnung die Möglichkeit eröffnet werden, Bewegungen ohne triftigen Grund auf einen Radius von 15 Kilometer zu begrenzen. «Diese Möglichkeit hilft praktisch nicht.» Unklar sei, was ein triftiger Grund sein soll - und ob der Radius von der Wohnung oder von der Stadtgrenze gemessen werden solle. Es gebe darüber hinaus Zweifel, ob und wie eine solche Einschränkung rechtssicher durchgesetzt werden könne, erklärte Clausen.

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