Stahltarifverhandlungen gehen in die zweite Runde

Gelsenkirchen (dpa) - Die Tarifverhandlungen für die rund 75 000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie gehen heute in Gelsenkirchen in die zweite Runde. Für die Stahlarbeiter fordert die IG Metall unter anderem fünf Prozent mehr Geld und eine Fortführung der Beschäftigungssicherung. Die Arbeitgeber haben bislang noch kein Angebot vorgelegt. Die erste Verhandlungsrunde war in der vergangenen Woche in Wuppertal ohne Ergebnis vertagt worden.

Eine schnelle Einigung ist nach Auffassung von Beobachtern derzeit nicht in Sicht. Die Arbeitgeber hatten bereits vor einigen Wochen die Forderung der Gewerkschaften zurückgewiesen und auf wachsende wirtschaftliche Unsicherheiten und ansteigende Energiekosten hingewiesen. Die Tarifkommission der Gewerkschaft will im Anschluss an die Gespräche an diesem Freitag über das weitere Vorgehen beraten.

Der Tarifabschluss in der Stahlbranche gilt als Signal für andere Bereiche, vor allem für die Metall- und Elektroindustrie. Dort läuft der Tarifvertrag Ende 2014 aus.

Erklärung Arbeitgeber vom 21.5.

IG Metall Forderung (21.5.)

SOCIAL BOOKMARKS