Standesbeamte fordern neues EU-Namensrecht

Münster (dpa/lnw) - Standesbeamte aus Deutschland machen sich für ein vereinfachtes europäisches Namensrecht stark. Ein Name soll nach ihrem Willen für ganz Europa gelten. Bisher gilt bei einer Eheschließung das Heimatrecht der Partner: Eine Italienerin beispielsweise kann zwar in Deutschland den Namen ihres deutschen Mannes annehmen, in Italien aber bleibt sie weiter mit ihrem Mädchennamen registriert. Das führt zu unterschiedlichen Namen auf offiziellen Dokumenten und damit zu bürokratischen Verwicklungen, wie Experten am Freitag beim Deutschen Standesbeamtentag in Münster erläuterten. Nach einem jetzt vorgelegten Vorschlag soll das Recht des Landes bei der Namenswahl gelten, in dem das Paar in der EU seinen Lebensmittelpunkt hat.

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