Steag dementiert Bemühungen um Vattenfalls Braunkohle-Geschäft

Düsseldorf (dpa) - Der Energiekonzern Steag hat ein Interesse am Braunkohle-Geschäft des Vattenfall-Konzerns dementiert. Es gebe «seitens Steag keine Bemühungen in diese Richtung», teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Steag könne nicht ausschließen, dass sie aufgrund ihrer Kompetenz im Betrieb von Kraftwerken in diesem Zusammenhang spekulativ genannt werde. «Wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass unser Unternehmen keine Fühler hinsichtlich Braunkohle ausstreckt», betonte ein Sprecher.

Die «Rheinische Post» (Dienstag) hatte unter Berufung auf Konzern- und Gewerkschaftskreise berichtet, auch der fünftgrößte deutsche Energiekonzern sei an der Lausitzer Braunkohle-Industrie interessiert, und Konzernchef Joachim Rumstadt habe bereits erste Gespräche geführt.

Die Bergbau-Gewerkschaft IG BCE wollte zu dem Thema nicht Stellung nehmen. Ein Vattenfall-Sprecher erklärte, das Unternehmen beteilige sich nicht an Marktspekulationen. Vattenfall betreibt im zweitgrößten Braunkohlenrevier Deutschlands derzeit fünf Gruben in Brandenburg und Sachsen sowie mehrere Kraftwerke. In der Lausitzer Braunkohle-Industrie sind etwa 8000 Menschen beschäftigt.

Bericht der Rheinischen Post

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