Steuernachlass für Hotels gilt nicht für Bordelle

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Steuernachlass für Hotels gilt nicht für Bordelle. Das hat das Düsseldorfer Finanzgericht entschieden. Ein Bordellbesitzer hatte tage- und wochenweise Zimmer an Prostituierte vermietet. Von der Steuersenkung wollte er ebenfalls profitieren und führte ab 2010 von den Mieteinnahmen nur noch 7 statt 19 Prozent Umsatzsteuer ab. Das Finanzgericht kam zu dem Ergebnis, dass die Überlassung von Zimmern an Prostituierte «keine hotelähnliche Beherbergungsleistung» ist (Az.: 1 K 2723/10 U). Bei den Zimmern im Bordell handele es sich um Gewerberäume. Der 2010 eingeführte reduzierte Mehrwertsteuersatz für Hotels könne daher nicht angewendet werden.

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