Stiftung: Neue Reha-Gruppen für Schlaganfall-Patienten
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Ein Schlaganfall-Patient übt an einem modernen, mechatronischen Finger- und Hand-Rehabilitationsgerät. Foto: Patrick Pleul/dpa/Archivbild
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Gütersloh (dpa/lnw) - In Nordrhein-Westfalen sollen landesweit mehr Rehasport-Angebote für Schlaganfall-Patienten entstehen. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe fördert mit jeweils 500 Euro die Gründung von neuen Sportgruppen, mit denen Menschen nach einem Schlaganfall die Rückkehr in ein gesundes und selbstbestimmtes Leben erleichtert werden kann. Partner des Projektes sind der Landessportbund, der Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW sowie das Land. Pro Kreis oder kreisfreier Stadt soll mindestens ein Verein etwa bei der Ausbildung von Übungsleitern gefördert werden. Es stehen aber Mittel für bis zu 70 neue Gruppen in den kommenden zwei Jahren bereit, teilte die Betroffenen-Initiative am Mittwoch mit. Um die Förderung bewerben können sich Sportvereine bis Ende April.

Allein in NRW erleiden pro Jahr 60 000 Menschen einen Schlaganfall. Bislang gebe es bei den Sportverbänden 43 Sportgruppen für Betroffene. Dort werden etwa sicheres Gehen, das Gedächtnis oder neue Bewegungsabläufe des Alltags gemeinsam trainiert. Mit einem dann deutlich ausgeweiteten und flächendeckenden Angebot, würde Nordrhein-Westfalen im Bereich des Reha-Sports für Schlaganfallpatienten bundesweit Modellcharakter erreichen, sagte Michael Brinkmeier, Vorstandsvorsitzender der Stiftung.

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