Streiks an den Schleusen gehen weiter

Duisburg (dpa/lnw) - Die Streiks an den Schleusen sind am Mittwoch in fünf Bundesländern fortgesetzt worden. Allein im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen stehen an den Schleusen und in den Vorhäfen 90 Schiffe, sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Meiderich, Hermann Poppen, am Mittwochmorgen nach einer Zählung.

Die Gewerkschaft Verdi fordert für bundesweit 12 000 Mitarbeiter einen neuen Tarifvertrag, in dem unter anderem betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Wegen einer Umstrukturierung sollen nach Verdi-Angaben bis zu einem Viertel der Stellen wegfallen. Nach Angaben eines Sprechers von Verdi NRW wurde der Streik am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen, Bremen, Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg fortgesetzt.

Laut Poppen bleiben derzeit viele Kapitäne mit ihren Schiffen in den Häfen liegen, um flexibler zu sein. In Häfen wie Duisburg könnten sie dann ihr Auto vom Schiff auf das Land setzen und einkaufen oder etwas anderes erledigen. In seinem Zuständigkeitsbereich liegen außer der Ruhr auch Teile des Dortmund-Ems-Kanals, der Rhein-Herne-Kanal sowie der Wesel-Datteln-Kanal.

Am Dienstag hatten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi in Nordrhein-Westfalen mehr als 500 Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) gestreikt. Die Schleusen sollen noch bis zum Wochenende bestreikt werden.

Verdi zum Streik

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