Studie zum Oetker-Konzern in der NS-Zeit zeigt Verstrickung

Bielefeld (dpa/lnw) - Die Bielefelder Unternehmerfamilie Oetker hat laut einer Studie von Historikern kräftig vom Nationalsozialismus profitiert. Die Oetker-Gruppe habe zu den Stützen des NS-Staats gehört. Im Zweifel habe zwar das Unternehmen an erster Stelle gestanden. Wo sich wirtschaftliche Interessen mit der Ideologie der NSDAP verbinden ließen, sei der damalige Oetker-Chef Richard Kaselowsky (1888-1944) aber zum Nationalsozialisten geworden, sagte der Autor der Studie, Professor Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München, der Nachrichtenagentur dpa. Auch sein Stiefsohn und spätere Firmenpatriarch Rudolf-August Oetker (1916-2007) habe sich von dieser Einstellung leiten lassen. Die Studie erscheint an diesem Montag (21. Oktober). Sie war von August Oetker, dem Sohn von Rudolf-August Oetker, in Auftrag gegeben und bezahlt worden.

Vorabmeldung der «Zeit»

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