Subotics Heimspiel beim BVB: Nach Abpfiff wie bei Freunden
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Unions Neven Subotic winkt nach dem Spiel lächelnd. Foto: Andreas Gora/dpa/Archiv
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Berlin (dpa) - Neven Subotic könnte eigentlich zu Fuß zum Spiel gehen. Ein paar hundert Meter wohnt er vom Fußball-Tempel von Borussia Dortmund entfernt. Die Stadt im Pott ist noch immer der Hauptwohnsitz des 31 Jahre alten Abwehrspielers des 1. FC Union Berlin. Mit den Köpenickern kehrt Subotic an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) an den Ort zurück, an dem er mit der Borussia große Erfolge feierte und den Großteil seiner bisherigen Fußball-Karriere bestritt. «Es ist ein besonderes Spiel», sagt der Routinier.

Während der Partie sei es ein Fußballspiel. «Nach dem Abpfiff ist es wie bei alten Freunden», betont Subotic. «Ich kenne die Leute vom Bus zur Kabine, ich muss aber den anderen Weg gehen.»

Er war im Sommer 2008 vom FSV Mainz 05 zum BVB gewechselt. Dort spielte der Manndecker aus Serbien mit einer kurzen Unterbrechung in der ersten Jahreshälfte 2017 bis Januar 2018. Die Zeit habe sein Leben als Erwachsener geprägt, sagt Subotic, der über St. Etienne im vergangenen Sommer zu Union kam.

Mit dem Liga-Neuling hofft er auf einen weiteren Coup gegen seinen ehemaligen Club. Das Hinspiel hatten die Eisernen im Stadion An der alten Försterei mit 3:1 gewonnen. Die Partie könne auf jeden Fall als Muster für das Rückspiel dienen, meint Subotic. «Wir wissen, sie machen Fehler, wenn wir Druck machen.»

Als chancenlos sehen sich die Berliner beim Titelmitfavoriten aus Westfalen nicht. «Jetzt spielen wir gegen eine der besten Mannschaften Europas, wir gehen aber nicht mit dem Gefühl dahin, bloß nicht abgeschossen zu werden», sagt Subotic, der sich zuletzt mit seinem ersten Bundesligator seit 1722 Tagen auf das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Kollegen einstimmte.

Worauf es im Spiel gegen den BVB mit dem bisher grandiosen Neuzugang Erling Haaland ankommt, weiß Abwehrstratege Subotic auch schon: «Wir müssen die ganze Zeit super, super scharf sein. Wenn wir auch nur eine halbe Sekunde pennen, ist er vorbei.» In der Tabelle belegen die Berliner vor dem 20. Spieltag den elften Platz mit 23 Punkten, Dortmund ist Vierter mit 36 Zählern.

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