Suche nach Ursache für Legionellenausbruch bisher erfolglos

Düren (dpa/lnw) - Die Suche nach der Quelle für die Legionellenerkrankungen im Raum Jülich ist bisher ohne Erfolg. Der Erregertyp der Serogruppe 5 sei weder im Kraftwerk Weisweiler noch im Forschungszentrum Jülich nachgewiesen worden. Ergebnisse aus einem Betrieb, in dem Legionellen nachgewiesen wurden, stünden noch aus, teilte der Kreis Düren am Freitag mit. Der Erregertyp sei in keiner der über 100 Umweltproben aus möglichen Infektionsquellen etwa Rückkühlwerken, Fontänen oder Abwasseranlagen nachgewiesen worden.

Die Zahl der Neuerkrankungen gehe zurück. 36 Menschen waren den Angaben zufolge vom 13. August bis 24. September durch Legionellen an einer Lungenentzündung erkrankt. Die letzte Erkrankung wurde am 10. Oktober registriert. Der Untersuchungsradius werde jetzt erweitert. Der Erregertyp wurde nach Angaben des Kreises weiter differenziert.

Alle Anlagen, in denen bei der Suche nach der Quelle Legionellen - allerdings anderen Typs - in bedenklicher Anzahl gefunden wurden, seien vorübergehend stillgelegt: ein Rückkühlwerk des Forschungszentrums Jülich, ein Block des Kraftwerks Weisweiler und ein Rückkühlwerk eines Unternehmens in der Nähe des Forschungszentrums Jülich. Die Wiederinbetriebnahme erfolge erst nach Nachweis der erfolgten Sanierungsmaßnahmen.

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