Syrien- und Irak-Rückkehrer: NRW-Staatsschutz überwacht nur einige

München/Düsseldorf (dpa/lnw) - Bei der Beobachtung von islamistischen Rückkehrern aus dem syrisch-irakischen Kriegsgebiet kann der Staatsschutz in Nordrhein-Westfalen nur einige ins Visier nehmen. Wie der Direktor des Landeskriminalamts, Uwe Jacob, dem Magazin «Focus» sagte, zählt das LKA derzeit 40 Rückkehrer aus Terrorlagern in Syrien und im Irak. «Das wird langsam zum Problem der Masse», sagte Jacob dem Magazin. «Es bräuchte eine Menge Personal, wollte man diese Leute rund um die Uhr überwachen, damit die hierzulande keine Anschläge begehen.»

Personal sei aber überall endlich. «Also können die Staatsschützer nicht jeden Einzelnen überwachen.» Der Schwerpunkt liege auf denen, «von denen nach unserer Analyse die größte Gefahr ausgeht. Spätestens seit dem Attentat eines französischen Syrien-Rückkehrers auf das Jüdische Museum in Brüssel mit mehreren Toten ist offensichtlich, wie gefährlich diese Radikalen sind.» In diesem Zusammenhang warnte Jacob vor einer «hohen abstrakten Gefahr».

Focus-Artikel

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