TÜV warnt vor Schadstoffen in Klassenzimmern

Köln (dpa) - Der TÜV Rheinland warnt vor gefährlichen Schadstoffen in deutschen Klassenzimmern. Bei der Untersuchung eines Modellraums mit zufällig ausgewählten Baustoffen, Möbeln und Putzmitteln sei die Obergrenze eines Richtwerts in der Luft um das bis zu 27-fache überschritten worden, sagte Walter Dormagen, zuständiger TÜV-Geschäftsfeldleiter für Gefahrstoffe, am Montag in Köln. Verantwortlich für den Austritt von sogenannten flüchtigen organischen Verbindungen (TVOC) seien Lösemittel, die in Möbeln, Klebern, Farben oder Lacken enthalten seien. Die Stoffe könnten Kopfschmerzen, Augenbrennen und Unwohlsein auslösen.

Insbesondere nach einem Neubau oder einer Renovierung sei die Raumluft laut TÜV von Emissionen besonders stark beeinträchtigt. Für seine Analyse hatte der TÜV Rheinland zwei identische Klassenzimmer in Köln aufgebaut - eines mit konventionellen, eines mit schadstoffgeprüften Produkten - und beide miteinander verglichen.

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