Tag des offenen Denkmals: 1100 Denkmäler in NRW geöffnet

Bonn (dpa/lnw) - Am deutschlandweiten Tag des offenen Denkmals können Besucher in Nordrhein-Westfalen an diesem Sonntag landesweit 1100 Denkmäler besichtigen. Der Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto «Farbe». In ganz Deutschland öffnen rund 7500 historische Bauwerke in etwa 2500 Städten und Gemeinden ihre Türen, die sonst oft nicht zugänglich sind. In NRW locken - in der Regel kostenfrei - wieder viele Schlossanlagen, Kirchen, Mühlen, Industriebauten und auch Privathäuser neugierige Besucher.

In Führungen soll zum diesjährigen Motto erklärt werden, wie die Wirkung von Farbe zu allen Zeiten von den Erbauern gezielt eingesetzt wurden, um Sinneseindrücke zu prägen. Der Tag sei für Besucher auch eine Gelegenheit, sich über Erfolge und Nöte beim Erhalt von Denkmälern zu informieren, erklärte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Bonn, die den Tag bundesweit koordiniert.

In Bonn, wo in einem der größten Programme insgesamt 50 Bauten und Orte besucht werden können, wird etwa ein Rundgang «Farbe in der Stadt» und eine Besichtigung des ehemaligen Saals der Bundespressekonferenz angeboten. Ein originelles Angebot bietet Köln, wo man unter dem Motto «Kölle Rut-Wiess» in einem Rundgang den Farben der Stadt folgen kann.

In Aldenhoven (Kreis Düren) öffnet das Herrenhaus der Deutschordens-Kommende, in Lippstadt (Kreis Soest) das im 17. Jahrhundert errichtete Metzgeramtshaus, in Kirchlengern (Kreis Herford) ein altes Bauernbadehaus. In Hille (Kreis Minden-Lübbecke) können Besucher die 1721 gegründete ehemalige Kornbrennerei Christian Meyer erkunden, wo technische Einrichtungen wie eine Dampfmaschine von 1895 erhalten sind.

Der Tag des offenen Denkmals findet seit 1993 jeweils am zweiten Sonntag im September statt. Schauplatz der zentralen Eröffnungsveranstaltung ist in diesem Jahr Hamburg. Jährlich nutzen etwa vier Millionen Besucher den Tag für Einblicke hinter sonst oft verschlossene Türen.

Teilnehmende Denkmäler in NRW

Bundesweites Programm

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