Tarifkonflikt bei Postbank spitzt sich zu: Verhandlungen vertagt

Bonn (dpa) - Der Tarifkonflikt bei der Postbank um Kündigungsschutz und mehr Geld nimmt an Schärfe zu. Arbeitgeber und Verdi erzielten in der dritten Verhandlungsrunde keine Einigung und vertagten die Gespräche, wie Verdi am Donnerstag mitteilte. Die Tarifkommission der Gewerkschaft wollte umgehend über weitere Arbeitskampfmaßnahmen beraten. Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Beschäftigten die Arbeit niedergelegt, viele Postbank-Filialen blieben geschlossen.

Für die 9500 Beschäftigten der Postbank Filialbetrieb AG fordert Verdi Einkommensverbesserungen von 5 Prozent und eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2020. Die «Verweigerungshaltung» der Arbeitgeber sei nicht nachvollziehbar, hieß es bei Verdi. Die Postbank wollte sich zum Stand der Verhandlungen nicht äußern. Die Beschäftigten des Geldinstituts fürchten angesichts der anhaltenden Spekulationen über einen Verkauf, einen Teilverkauf oder einen Börsengang der Tochterfirma der Deutschen Bank um ihre Arbeitsplätze. Eine weitere Tarifrunde wurde für den 17./.18. März angesetzt.

Pressemitteilung Verdi

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