Tausende Krebsmedikamente gepanscht? Gericht spricht Urteil
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Das Landgericht in Essen. Foto: Bernd Thissen/Archiv
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Essen (dpa/lnw) - Im mutmaßlichen Medizinskandal um massenhaft gepanschte Krebsmedikamente wird heute das Urteil gegen einen Apotheker aus Bottrop erwartet. Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass der 47-jährige Peter S. jahrelang lebenswichtige Krebsmedikamente gestreckt hat, um seinen luxuriösen Lebensstil zu finanzieren. Doch wichtige Fragen blieben in dem Verfahren am Landgericht Essen offen. Vor allem konnte nicht geklärt werden, wie viele Patienten unterdosierte Chemotherapien bekommen haben. Anfänglich war die Staatsanwaltschaft von mehr als 1000 betroffenen Patienten ausgegangen. Die Verteidiger des Apothekers zweifeln die Indizienkette insgesamt an und fordern Freispruch.

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