Thyssenkrupp: Überprüfung von Schließungsplänen gefordert
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Das Logo von Thyssenkrupp ist vor dem HKM-Stahlwerk auf einem Schild angebracht. Foto: Fabian Strauch/dpa
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Duisburg (dpa/lnw) - Die Beschäftigten im Duisburger Grobblechwerk von Thyssenkrupp wollen sich nicht mit einer Schließung der Produktionsanlage abfinden. Bei einer Belegschaftsversammlung sei das am Dienstag dem Vorstand von Thyssenkrupp Steel Europe deutlich gemacht worden, hieß es von Seiten der IG Metall. Der Schließungsplan müsse noch einmal überprüft werden.

Thyssenkrupp sucht nach einem Käufer für sein Grobblechwerk. Gelingt das nicht, soll es bis zum Jahr 2022 geschlossen werden. Jedem der rund 800 Mitarbeiter will Thyssenkrupp «ein für seine individuelle Situation angemessenes Angebot für eine Weiterbeschäftigung oder auch einen möglichen Ausstieg unterbreiten», hatte das Unternehmen versichert. Die Fortführung der Grobblechproduktion bei Thyssenkrupp sei nicht wirtschaftlich.

Der in großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckende Thyssenkrupp-Konzern will zunächst bis zu 2000 Stellen im Stahlbereich abbauen. Darin sind nach Unternehmensangaben die 800 Jobs in der Grobblechproduktion enthalten. Weitere 800 Stellen könnten ab 2025 bei der Verlagerung von Produktionsstätten wegfallen.

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