Thyssenkrupp legt Zahlen vor: Stahlkonzern tief im Minus
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Die Konzernzentrale von ThyssenKrupp in Essen. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild
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Essen (dpa) - Der angeschlagene Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp legt heute neue Geschäftszahlen vor. Es werden wohl wieder schlechte Nachrichten. Schon im ersten Quartal des im Oktober 2019 begonnenen Geschäftsjahres hatte das Traditionsunternehmen ein höheres Minus eingefahren als im gesamten Vorjahr. Seit dem haben sich die Nöte der Essener noch verschärft. Thyssenkrupp kassierte wegen der Corona-Krise bereits seine ohnehin düstere Prognose für das Geschäftsjahr.

Eigentlich sollte der Verkauf der profitablen Aufzugssparte zum Befreiungsschlag werden. Mehr als 17 Milliarden Euro sollen in die leeren Kassen von Thyssenkrupp fließen, sobald alle Genehmigungen der Kontrollbehörden vorliegen. Nach dem Abbau der hohen Schulden sollte davon noch Geld für den geplanten Konzernumbau übrig bleiben. Doch jetzt werde der finanzielle Spielraum aus dem Verkauf des Aufzuggeschäfts weitaus geringer ausfallen als ursprünglich angenommen, hat Vorstandschefin Martina Merz bereits gewarnt. Das Unternehmen befinde sich in einer ernsten Situation.

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