Tödlicher Irrtum: Sturz von Autobahnbrücke «extremer Einzelfall»

Erwitte/Soest (dpa/lnw) - Nach dem versehentlichen Todessprung eines Mannes über ein Brückengeländer ist unklar, ob die Bauwerke künftig besser gesichert werden müssen. Möglicherweise werde sich die zuständige Unfallkommission bei der Bezirksregierung Arnsberg mit dem Thema befassen, sagte ein Behördensprecher am Montag. «Es handelt sich aber um einen extremen Einzelfall.» Im Bundesverkehrsministerium hingegen hieß es: «Das Problem ist uns nicht völlig unbekannt.»

Ein 24-Jähriger war von der Talbrücke «Pöppelsche» an der A 44 bei Erwitte 20 Meter in die Tiefe gestürzt, als er hinter der Leitplanke seine Notdurft verrichten wollte. Der junge Mann war mit drei Bekannten in Richtung Kassel auf der Autobahn unterwegs, als am Wagen vor ihnen starker Qualm ausbrach. Der Fahrer bewegte den Vorausfahrenden zum Anhalten, um ihn über den Defekt zu informieren. Diesen Stopp wollte der 24-Jährige nutzen. Als der Fahrer zurückkam, war der junge Mann verschwunden, seine Leiche wurde kurz darauf am Fuß der Brücke entdeckt.

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